Ausschuss für Musik

Der Musikausschuss ist das zahlenmäßig größte Gremium des Kirchengemeinderates. Fast jeder möchte Einfluss nehmen auf die musikalische Ausgestaltung der Gottesdienste und weiterer Veranstaltungen. Denn es ist sicher: Kirchenmusik ist Teil der christlichen Verkündigung.

Acht Mitglieder hat der Ausschuss, der seine Aufgabe auch darin sieht, den Kirchenmusiker Gints Rācenis dahingehend zu entlasten, dass er sich auf seine künstlerische Arbeit konzentrieren kann.

unterwegs sprach mit der Vorsitzenden des Musikausschusses Else ­Brückner-Heyen über Aufgaben und Selbstverständnis des Ausschusses.

unterwegs: Nimmt der Musikausschuss Einfluss auf die Musik in der Gemeinde?
Else Brückner-Heyen Die Verantwortung für die Musik in der Gemeinde – sei es im Gottesdienst, mit den Chören oder bei Konzerten – liegt letztlich bei dem Kirchenmusiker. Die Mitglieder des Musikausschusses wollen dabei mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie sammeln und prüfen Konzertangebote von außerhalb, stimmen gemeinsam mit Gints Rācenis darüber ab, welche Konzerte in der Stifts- bzw. Thomaskirche stattfinden sollen, und kümmern sich um die Organisation. Das heißt: es muss immer Freiwillige geben, die Kontakt zu den Musikern bzw. Chören aufnehmen, Schlüssel zur Probenzeit bereithalten, sicherstellen, dass die Kirche beheizt ist, dass Podeste vor Ort sind, Kerzen angezündet werden und der Tisch für den Kartenverkauf bereitsteht. Nach einem solchen Gastkonzert achtet man darauf, dass die vereinbarte Raummiete quasi als Miet-Spende an den Förderverein gezahlt wird. All das ist bei einem Konzert wie dem der ­„Alten Bekannten”, der Nachfolge-Gruppe der „Wise Guys”, eine Menge Arbeit gewesen.

unterwegs: Wie oft tagt dafür dieser Ausschuss?
Else Brückner-Heyen: Der Ausschuss tagt etwa drei bis vier Mal im Jahr. Dabei kommen auch Themen auf die Tagesordnung wie zum Beispiel die Stimmung von Klavieren und Orgeln und die Idee eines Kirchenmusik-Newsletters.

unterwegs: Was gibt es jetzt noch zu tun?
Else Brückner-Heyen: Der altersschwache Flügel in der Stiftskirche macht uns Kummer. Er ist kaum reparabel. Für die Suche nach einem Ersatz ist eine Fahrt nach Hamburg angedacht, um bei Steinway oder im Pianohaus Trübger nach Alternativen Ausschau zu halten. Vielleicht gibt es ja in der Gemeinde Interessenten, die mitfahren mögen – oder womöglich Sponsoren?

aus: unterwegs – Der Gemeindebrief, Ausg. 2019-1